Oberarmstraffung: Risiken und Komplikationen

Oberarmstraffung

Bei operativen Hautstraffungen entstehen spezifische Risiken schon durch die Länge der notwendigen Schnitte. Wenn Sie sich vor Augen führen, dass die an der Innenseite der Oberarme gelegten Schnitte mindestens zehn bis 15 Zentimeter lang sind, können Sie erahnen, in welchem Maß das Risiko für Infektionen, die nicht immer lokal begrenzt bleiben, steigt. Gleichzeitig steigt auch das Risiko hoher Blutverluste während der Operation, die Transfusionen notwendig machen, womit das Infektionsrisiko wiederum ansteigt.

Die Verminderung von Risiken beginnt mit einer umsichtigen Vorbereitung auf den Operationstag. Ihr Chirurg wird Ihnen detailliert auflisten, welche Genussmittel und Medikamente Sie wie lange vor der Operation absetzen müssen, um das Embolie-, Thrombose- und Blutungsrisiko zu senken. Mit ihm sollten Sie auch besprechen, welche Allergien während der Operation und bei der Wundversorgung durch die Auswahl von Anästhetika und Verbandmaterial umgangen werden müssen. Wegen der Länge der zur Straffung notwendigen Schnitte kann es sein, dass sie zusätzlich apothekenpflichtige Seifenprodukte empfohlen bekommen, um bereits vor der Klinikaufnahme für eine gründliche Körperhygiene zu sorgen, die das Infektionsrisiko senkt.

Neben der Gefahr einer Wundinfektion gehören auch Wundheilungsstörungen zu den verbreiteten Risiken einer Oberarmstraffung. Unter Zug vernäht, kann das Narbengewebe wuchern oder die Heilung verzögert verlaufen. Wegen der Narbenlänge können Ihre Wundschmerzen und die im Operationsfeld auftretenden Spannungsgefühle länger spürbar bleiben und besonders bei schmerzempfindlichen Patienten auch subjektiv stärker erscheinen. Da Nervenverletzungen bei langen Schnitten unvermeidbar sind, kann auch das Gegenteil, eine anhaltende Gefühlsstörung, im Operationsgebiet auftreten.

Das bei vielen ästhetischen Eingriffen größte Risiko ist dank moderner Operationstechniken die subjektive Bewertung des Operationserfolgs. Ihnen sollte vorab klar sein, dass durch den Eingriff große Narben entstehen, die selbst bei optimaler Heilung erst nach einem halben bis einem Jahr soweit verblassen, dass sie beinahe unsichtbar sind. Nur in seltenen Fällen entsteht eine objektive Verschlechterung der Optik durch die Verletzung von Lymphgefäßen. In diesen Fällen kommt es zu Schwellungen der Oberarme durch angestaute Lymphflüssigkeit.

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